Förderverein für    

Kunst und Kultur sowie 

Kulturhistorische Projekte 

in Schwentinental e. V.

 
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16 Wasserkraftwerk II

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KuKuK_Tafeln-Druck 17

Hinweis:

Die oben abgebildeten Info-Tafel befindet sich auf der Naturerlebnisbrücke in Blickrichtung zum Wasserkraftwerk II !

Info-Tafel 16 auf der Naturerlebnisbrücke (Foto Peter Dohse)

Wasserkraftwerk II

Der Ingenieur Bernhardt Howaldt, einer der drei Söhne von August Friedrich Howaldt, dem Mitbegründer der früheren Kieler Howaldtswerke AG, versuchte kurz nach der Wende zum 20. Jahrhundert die Stadt Kiel für die Stromerzeugung aus Wasserkraft zu gewinnen. Die Geschäftsleitung der damaligen Städtischen Licht- und Wasserwerke Kiel lehnte das Projekt jedoch aus Kostengründen ab. So ließ Howaldt das kleine Kraftwerk I an der Schwentine in eigener Regie errichten. Es konnte 1904 in Betrieb genommen werden.

 

Die beiden baugleichen Maschinensätze hatten eine Gesamtleistung von 400 kW. Kurz nach der Inbetriebnahme waren die Städtischen Licht- und Wasserwerke Kiel nun bereit, einen Stromlieferungsvertrag mit Howaldt abzuschließen. 1911 wurde das Kraftwerk um eine dritte Turbine mit zugehörigem Generator erweitert und dadurch die Leistungsfähigkeit um 50% gesteigert. Bereits 1908 hatte Howaldt mit dem Bau eines zweiten, oberhalb der Schwentine gelegenen Kraftwerks begonnen. 

Wasserkraftwerk II vom Rosensee aus gesehen um 1910 (Foto Stadtarchiv Kiel)

Das neue Wasserkraftwerk II vom Rosensee aus gesehen, um 1910.

 

1909 nahm das Wasserkraftwerk II mit seinen drei Francis-Turbinen den Betrieb auf. Bei einer Wasserfallhöhe von 6 m erzeugen die Generatoren eine Gesamt-Leistung von 750 kW.

Die sogenannten Läufer (Schaufelräder) dieser Voith-Zwilling-Francis-Wasserturbinen waren ununterbrochen von 1909 bis 1992 im Einsatz und wurden dann erst ersetzt. Einen dieser alten Läufer kann man heute auf dem Werksgelände im Rahmen einer Führung noch besichtigen.

1916 gingen beide Kraftwerke in den Besitz der Städtischen Licht- und Wasserwerke Kiel (heute Stadtwerke Kiel) über.

Turbinenrad Wasserkraftwerk II (Foto Holger Malterer)

Besichtigung des Läufers von 1909 (Turbinenrad).

Blick von der Brücke am Wildpark zum Wasserkraftwerk II (Foto KuKuK)

Blick von der Fußgänger-Brücke am Wildpark zum Wasserkraftwerk II im Jahre 2024.

Die Fußgänger-Brücke über die Schwentine 

Die alte Brücke über die Schwentine (Foto Bernd Neumann)

Blick auf die jahrelang wegen Baufälligkeit gesperrte Fußgängerbrücke vom Wildpark Raisdorf über die Schwentine zu den Wanderwegen auf dem Rastorfer Ufer am 2.2.2023.

 

Für die Jahrzehnte alte Holz-Brücke konnte kein tragfähiges Sanierungskonzept gefunden werden. Die Entscheidung über die Art des Ersatzbaues dauerte sehr lange und dann wurde die Finanzierung ein Problem. Erst eine große Einzelspende aus einer Erbschaft, viele Kleinspenden und die Ausschöpfung von Fördertöpfen ermöglichte schließlich einen Neubau aus Leichtmetall. Die Spender sind, durch kleine Schilder an der Brücke, namentlich erwähnt.

 

Nach 6 Jahren Brücken-Sperrung ist das untere Foto zur Einweihungsfeier der neuen Naturerlebnis-Brücke am 26.5.2024 entstanden.

Die Naturerlebnisbrücke am Tag der Einweihung (Foto Bernd Neumann)

"Im Oktober 2018 musste die Stadt Schwentinental die ehemalige Holzbrücke am Schwentinepark aufgrund von Fäulnis absperren, später abreißen und somit aus dem Verkehr für Radfahrende und Fußgänger/innen ziehen.

Nach Jahren der Planungen, Berechnungen und weiteren Überlegungen ist es nun gelungen, eine neue Brücke an dieser Stelle zu errichten, die als Naturerlebnisbrücke auf die Einmaligkeit unseres schönen Schwentinetals hinweisen soll.

Der Aufbau dieser Flussüberquerung wäre nicht möglich gewesen, ohne die Beschlüsse der Schwentinentaler Stadtvertretung und der Gemeindevertretung Rastorf, aber auch nicht ohne die Unterstützung so vieler engagierter Bürgerinnen und Bürger."

Aus dem Einladungsschreiben von Bürgermeister Thomas Haß zur Einweihung der Brücke

 

knik-hus im Schwentinepark

Das knik-hus im Jahre 2023 (Foto KuKuK)
Die Info-Tafel für die Fledermäuse (Foto KuKuK)
Die Fledermaus-Safari (Foto KuKuK)

Seit 1994 steht im unteren Bereich des Schwentineparks das sogenannte „knik-hus“, welches mit Fördermitteln als Umweltberatung und Umweltbildungsstätte konzipiert und bis 2014 vom Verein „ Koordination Naturschutz im Kreis Plön“ betrieben wurde. Geleitet von Walter Ehlers war der Verein hauptsächlich in der Stadt Schwentinental in der Umweltbildung und im Umweltschutz tätig - aber auch für den Kreis Plön in der Abfallberatung. 
Mit der Auflösung des Vereins 2014 übernahm der Landesverband Schleswig-Holstein des BUND e.V. das „knik-hus“ und führt seit dem unter der Leitung von Josh Geertz dort und auch im westlichen Teil des Kreises Plön die Umweltberatung, sowie ein umfangreiches Umweltbildungsprogramm in Schwentinental und den angrenzenden Gemeinden durch. Das von der Stadt und dem Kreis geförderte Angebot richtet sich hauptsächlich an die lokalen Schulen und Kitas, um den Kindern und Jugendlichen vor Ort einen positiven Zugang zu ihrer Umwelt aufzuzeigen, aber auch verschiedene Veranstaltungen für Erwachsene werden durchgeführt.
Das „knik-hus“ beherbergt eine kleine Umweltausstellung zu heimischen Tierarten , wird aber auch für unterschiedlichste Arten von Veranstaltungen genutzt. Der umgebende Naturgarten ist zur gezielten Förderung von nachtaktiven Insektenarten angelegt, die den heimischen Fledermäusen als Nahrung dienen.
Mehr Informationen erhalten Sie unter:


https://www.bund-sh.de/der-bund-sh/der-bund-vor-ort/umweltberatungsstelle-schwentinental


Der Fledermauserlebnispfad ist aus einer Kooperation des BUND SH e.V. und des Jugendverbandes des Schleswig Holsteinischen Heimatbundes hervorgegangen und bietet Besuchern des Schwentineparks die Möglichkeit auf einer kleinen Rundwanderung (ca. 1 Std.) entlang der naturnahen Ufer der Schwentine, sich auch spielerisch mit der Lebensweise der heimischen Fledermausarten vertraut zu machen. Anhand von 4 Stationen entlang der Wanderroute lässt sich einiges über das Nahrungsnetz, den Jahreszyklus, die Lebensraumansprüche und das Jagdverhalten der faszinierenden Jäger der Nacht erfahren. Der Fledermauserlebnispfad ist eine Neuauflage eines, in den 90er Jahren entstandenen Rundwegs und wurde 2015 eingeweiht. Auf der 2024 fertig gestellten Naturerlebnisbrücke über den Fluss lassen sich nach Sonnenuntergang verschiedene Fledermausarten beim Jagen beobachten.

 

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