Förderverein für    

Kunst und Kultur sowie 

Kulturhistorische Projekte 

in Schwentinental e. V.

 
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03 Doppeleiche

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KuKuK_Tafeln-Druck 3

Das Ehrenmal und die alte Gaststätte

Die Doppeleiche, die 1898 zum 50. Jahrestag der Erhebung gegen die Dänen gepflanzt wurde, ist zum Namensgeber der 1852 erbauten Gaststätte „Zur Doppeleiche“; die wiederum mit Kegelbahnen und Turnräumen dem Sportverein zur Geburtsstunde verhalf. Große Teile der Gaststätte wurden im 2. Weltkrieg zerstört; im ab Februar 1949 wieder aufgebauten Vorderhaus sind seit dieser Zeit auch Gauben im Dach. Die Besitzerin Sophie Ripke hatte mit ihren Angehörigen in der Zwischenzeit in einem Behelfsheim neben der Ruine gewohnt.

Heute ist eine Arztpraxis in dem Haus untergebracht.

Feuerwehrübung, hinten die "Doppeleiche" kurz vor der Zerstörung 1944 (Sammlung Wilbert Voß)

        Feuerwehrübung im Krieg, hinten die Gaststätte "Zur Doppeleiche" kurz vor der Zerstörung 1944

 

Nach dem 1. Weltkrieg erinnerte das Kriegerdenkmal seit 1921 an die Gefallenen aus Klausdorf. Es wurde als steinerne Mauer mit schweren Ankerketten um die Doppeleiche herum gebaut, ein Portal beinhaltet die Tafel mit den Namen. Im Oktober 1978 kamen zwei Findlinge hinzu, die links und rechts neben dem Portal aufgestellt wurden. Sie haben die Inschriften „Den Opfern der Gewalt“ und "Den Toten des Krieges 1939 - 1945". Damit wird nun allen Opfern der beiden Weltkriege und der Zeit dazwischen gedacht.

 

Die Namentafel u. der linke Zusatzstein (Foto KuKuK)

Hier ist das Portal mit der Namentafel des 1. Weltkrieges im Jahre 2023 zu sehen, links daneben liegt der Zusatzstein "Den Opfern der Gewalt".

Volkstrauertag 2021 (Foto Freiw. Feuerwehr Klausdorf)

Der Zusatzstein "Den Toten des Krieges 1939 - 1945" ist rechts neben dem Portal stark eingewachsen, kaum noch zu sehen; hier anläßlich des Volkstrauertages im Jahre 2021.

P1016132 (Foto Peter Dohse)
P1016136 (Foto Peter Dohse)

Am 6.11.2025 haben wir, der Kulturverein KuKuK e.V., die Inschriften der beiden Gedenk-Steine restauriert.

 

Im Laufe der Jahrzehnte erodierte der gesamte Stein-Komplex, aus der Mauer und dem Portal fielen Bruchstücke heraus. 

Um zumindest einen Regenschutz zu bieten (und den Verfall zu verlangsamen), wurde jetzt die rote Haube aufgesetzt und verspannt. Doch KuKuK e.V. mahnt an dieser Stelle an, sich ernsthaft und nachhaltig Gedanken um die Zukunft dieser historischen Anlage zu machen.

 

Seit 2023 wurde die Gedenkstätte nun aus Sicherheitsgründen mit einem Bauzaun umgeben, wie das Foto unten zeigt.

Das Ehrenmal ist eingezäunt 2023 (Foto KuKuK)
Rote Haube, Spanngurt u. Schäden 2024 (Foto KuKuK)

Das Foto zeigt die Sicherungsmaßnahmen mit roter Plane und Spanngurt, sowie die bereits erheblichen Schäden im Jahr 2024.

Die Schäden nehmen zu 2024 (Foto Wilbert Voß)

Im Laufe des Jahres 2024 haben sich die Schäden an der Rückseite noch verschlimmert. Es wird schon eine erfahrene Fachkraft bedürfen, um das Bauwerk wieder zu rekronstruieren.

Hinweis des Bürgermeisters zum Ehrenmal ( Foto Wilbert Voß)

Aber es ist ein Licht am Horizont zu sehen!

Der "Hinweis Ehrenmal" des Bürgermeisters, der 2024 am Bauzaun angebracht wurde, läßt die Hoffnung zu, dass mit der Reparatur des Kulturdenkmals im Jahre 2025 begonnen wird.

Und tatsächlich, am 8.9.2025 haben wir den Beginn der Sanierungsarbeiten festgestellt!

Die nachfolgenden Fotos zeigen die Baustelle ab dem 9.9.2025.

20250909_091600 (Foto Wilbert Voß)
20250909_091624a (Foto Wilbert Voß)
20250909_091712a (Foto Wilbert Voß)
20250909_091609a Die Füllmasse des Portals (Foto Wilbert Voß)

Hier sieht man die 104 Jahre alte Füllmasse des Portals, die beim Bau des Ehrenmals damals verwendet wurde.

20250909_091632a Gekennzeichnete Steine (Foto Wilbert Voß)

Die Steine sind vor dem Abbau sorgfälltig gekennzeichnet worden, damit sie beim Wiederaufbau auch ihren urspünglichen Platz finden!

 

Es wurde ein Kopfloch unter das Portal gegraben und festgestellt, dass unter dem Denkmal kein richtiges Fundament ist. Nun soll geklärt werden, wie dort weiter verfahren wird, damit das Ehrenmal nach der Restaurierung nicht absackt.

20250909_091659a (Foto Wilbert Voß)

Jeder Stein hat seine eigene Positions-Nr., und auch an der umlaufenden Mauer wurde bereits gearbeitet.

20250922_120750 Der Einbau der Steine hat begonnen

Der Einbau der Steine hat am 22.9.2025 begonnen.

20250922_120805 Fundament der Rückwand

Ein Fundament für die Rückwand wurde gefertigt, vorher lagen die gemauerten Steine nur im festgestampften Erdreich.

20250923_121521 Am 23.9.2025 ist die Rückwand fertig, jetzt fehlt nur noch der Bereich unter der Plane.

Am 23.9.2025 ist die Rückwand fertig, jetzt fehlt nur noch der Bereich unter der Plane.

20250924_125522 Rechte Portalseite (Foto Wilbert Voß)

Im Dachbereich waren Pflanzen hinein gewachsen, die mit ihren Wurzeln die Fugen für Wasser durchlässig machten.

20250924_125540 Rückseite ohne Haube (Foto Wilbert Voß)

Am 25.9.2025 beginnen die Arbeiten am Dach des Portals.

20250924_125643 Linke Portalseite (Foto Wilbert Voß)

Auch die Mauer mit den Ketten hat lockere Steine und lose Fugen, die nun auch mit beseitigt werden.

Linke Seite Portal (Foto Wilbert Voß)
Rückseite Portal (Foto Wilbert Voß)
Rechte Seite Portal (Foto Wilbert Voß)

Am 29.9.2025 war der Handwerker fertig, hat er gut gemacht! Nun soll noch ein Schlosser kommen, der ein Metalldach als Regenschutz anbringen soll, damit das Ehrenmal die nächsten 100 Jahre auch noch übersteht.

20250929_120714

Das erste schöne Gesamtfoto nach der Restaurierung, ohne die rote Plane; aber leider noch mit Bauzaun!

Das neue Blechdach von der Seite (Foto Wilbert Voß)
Ehrenmal mit Blechdach von hinten (Wilbert Voß)

Heute am 9.10.2025 ist es vollbracht, nun ist auch das Blechdach als Wetterschutz angebracht. Es wurde schön an die runde Form des Portales angepasst.

Inzwischen ist auch der Bauzaun entfernt worden; rechtzeitig zum Volkstrauertag!

 

 

 

 

Feuerwehrmann Rudolf Stach hält Ehrenwache am Denkmal (Sammlung Wilbert Voß)

Während des 2. Weltkrieges hieß der Volkstrauertag noch Heldengedenktag; hier hält Feuerwehrmann Rudolf Stach Ehrenwache am Kriegerehrenmal.

Durch das linke geöffnete Tor kann man im Ausschnitt der Doppeleiche die Spitze des oberen Jahreszahl-Steines erkennen. Rechts Teile des Hauses der Familie Ohm auf dem Grundstück der ehem. Kloster-Vogt-Hufe.

1974 wurden d. Jahreszahlen in d. Doppeleiche wieder freigelegt (Sammlung KuKuK)

Im Jahre 1974 wurden die beiden Jahreszahl-Steine wieder freigelegt und die Zahlen mit Farbe ausgelegt.

Das Unkraut wächt und nur noch eine Jahreszahl ist sichtbar (Foto KuKuK)

Die Jahreszahl-Steine wurden bei der Pflanzung der beiden Eichen zwischen diesen aufgestellt. Die Bäume wurden dann oberhalb der Steine zusammengebunden und wuchsen dann zusammen.

Inzwischen wuchert das Unkraut um den Baum und die Baumrinde wächst wieder über die beiden Steine. Von den beiden Jahrszahlen "1848" und "1898" ist heute nur noch die untere sichtbar!

Blick über den Dorfteich von Süden aus (Sammlung KuKuK)

Der Dorfplatz von Süden aus, mit der Schankwirtschaft von Diedrich Scheelhaase und der klösterlichen Bauernvogt-Hufe von Först um 1900.

Die junge Doppeleiche steht im Schatten der Bäume; nur die kleine künstliche Steingrotte mit einem Schild ist zu erkennen.

Die erste Info-Tafel ist am Ehrenmal gesetzt, 2.10.2024 (Foto Heidrun Clausen)

Im Oktober 2024 haben wir, der Kulturverein KuKuK e.V., alle 25 Info-Tafeln in Eigenarbeit in den Ortsteilen Klausdorf und Raisdorf aufgestellt.

 

Wilbert Voß

Vor 1988 verlief die Straße noch vor dem Denkmal (Sammlung KuKuK)

Dort wo heute unsere Info-Tafel 3 "Doppeleiche" steht, verlief vor 1988 noch die Straße direkt am Krieger-Ehrenmal vorbei.

In den folgenden Jahren wurde, im Rahmen der Umgestaltung des Dorfplatzes, die Straßenführung in den heutigen Zustand geändert.

 

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