17 Kulturraum Schwentine

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Die neue Naturerlebnisbrücke im Herbst 2025 (Foto Peter Dohse)

Malerische Wege am Fluss entlang, Steilufer mit seltenen Hangwäldern, in denen Hainbuchen, Eschen und Bergulmen wachsen, das Naturschutzgebiet Altarm der Schwentine, der Wildpark und der Rosensee bieten den Menschen eine einzigartige Kulturlandschaft, in der sich selbst der gefährdete Eisvogel heimisch fühlt. Wandern und Fahrradfahren ist hier ebenso möglich wie Naturbeobachtung, Sport u. Fitness, Spielen u. Schwimmen, Rudern u. Paddeln. 

Blick von der Infotafel 17 zur neuen Schwentinebrücke (Foto Peter Dohse)

Die Schwentine ist das Herz und die Lunge für die Stadt Schwentinental, verbindet sie doch die Ortsteile Raisdorf und Klausdorf mit einem grünen Band. 

Die den Menschen umgebende Kulturlandschaft ist Wohn-, Arbeits-, Handlungs- und Erholungsraum und damit genau das, was die Menschen als regionale Identität oder ‚Heimat‘ wahrnehmen können.

Schwentine
Wanderweg
Verlauf der Schwentine Richtung Wellingdorf

 

 

 

Die Schönheit des Naturraumes, seine Vielfalt und Farbenpracht in der Tier- und Pflanzenwelt haben Künstler- und Künstlerinnen aller Epochen schon immer

fasziniert. Auch in Schwentinental gab und gibt es viele kreativ Schaffende, die sich mit diesem Thema in unterschiedlichen Künsten auseinandergesetzt haben.

Unter ‚Kunst im Rathaus‘ präsentiert die Stadt seit 2015 denn auch thematisch unterschiedliche Wechselausstellungen. Stellvertretend sollen an diesem Ort vier Bildhauer vorgestellt werden, die von überregionaler Bedeutung sind und mit ihren Werken weit über die Region ausgestrahlt haben. Walter Rössler (1904 bis 1996) und Jochen Schumann (geb. 1949) aus Klausdorf sowie Fritz During (1910 bis 1993) und Hanswaldemar Milan Drews (1934 bis 2020) aus Raisdorf haben den Kreativraum Schwentine als Lebensmittelpunkt erkoren und als Inspirationsquelle genutzt.

Walter Rössler Ein vergessener Künstler aus Schwentinental

 

Walter Rössler, geboren 1904 in Kiel und zuletzt wohnhaft in Klausdorf (heute Schwentinental), gehört zu den eher unbekannten, aber dennoch bedeutsamen Bildhauern Schleswig-Holsteins. Obwohl seine Werke kunsthistorisch relevant sind, blieb ihm die breite Anerkennung in seiner Heimat weitgehend verwehrt. Seine Arbeiten, die sich durch eine klare Formensprache und eine tiefe Verwurzelung in der norddeutschen Kunsttradition auszeichnen, verdienen eine erneute Würdigung.

 

 

Einweihung der Skulptur Flamingos. Der Künstler Walter Rössler sitzend

Leben und Werk

 

Nach einer Ausbildung zum Steinmetz absolvierte Rössler Studien an renommierten Kunstakademien, darunter die Kölner Werkschulen und die Akademie der Bildenden Künste Dresden. Zu seinen prägendsten Lehrern gehörten Richard Riemerschmid und Karl Albiker.

Sein Schaffen wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Rom-Preis der Villa Massimo und dem Villa-Romana-Preis, die ihm Aufenthalte in Italien ermöglichten. Dort entwickelte er seine Handschrift weiter, inspiriert von der klassischen Bildhauerkunst und modernen Strömungen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, in dem er Kriegsdienst leisten musste und in Gefangenschaft geriet, kehrte Rössler nach Schleswig-Holstein zurück. Er arbeitete als freier Künstler, zunächst in Schleswig, später in Klausdorf. Viele seiner Werke, darunter Skulpturen, Reliefs und Plastiken, fanden ihren Platz im öffentlichen Raum, etwa die bekannte Bronzeplastik "Werftarbeiter" in Kiel im Prinzengarten am Schloß.

Rösslers Flamingos bei der Seniorenwohnanlage in Klausdorf (Dorfstrasse 143)
Rösslers Flamingos bei der Seniorenwohnanlage in Klausdorf (Dorfstrasse 143)

Einordnung in die Kunstgeschichte

 

Walter Rösslers Kunst bewegt sich zwischen Tradition und Moderne. Sein Einfluss reicht von der norddeutschen Bildhauerei des 20. Jahrhunderts über die klassische Moderne bis hin zu expressiven Tendenzen. Seine Werke sind oft realistisch, dabei aber nicht bloß abbildend, sondern voller Ausdruck und innerer Spannung. Die klaren, oft reduzierten Formen seiner Skulpturen zeigen eine tiefe Auseinandersetzung mit Material und Raum.

Obwohl Rössler nie den Bekanntheitsgrad anderer Bildhauer seiner Zeit erreichte, trug er doch wesentlich zur Kunstlandschaft Schleswig-Holsteins bei. Sein Einfluss ist vor allem in regionalen Sammlungen und öffentlichen Installationen sichtbar, die heute noch als stille Zeugen seines Schaffens existieren.

 

Bedeutung und Vermächtnis

 

Walter Rössler war ein Künstler, der sich nie in den Vordergrund drängte. Dies mag einer der Gründe sein, warum sein Name heute nur wenigen bekannt ist. Doch seine Werke sprechen für sich: Sie sind Ausdruck eines tiefen Verständnisses für Form, Material und Menschlichkeit.

Seine Plastiken und Skulpturen verdienen eine erneute Betrachtung und Anerkennung. Vielleicht ist es an der Zeit, dass Rösslers Kunst wieder mehr Aufmerksamkeit erfährt, sei es durch Ausstellungen, Publikationen oder eine intensivere Einbindung seiner Werke in das kulturelle Bewusstsein Schleswig-Holsteins.

Rösslers Mosaic im Lehrschwimmbecken der Astrid-Lindgren-Schule (Ortsteil Klausdorf in der Dorfstrasse 101)

Rösslers Mosaic im Lehrschwimmbecken der Astrid-Lindgren-Schule (Ortsteil Klausdorf in der Dorfstrasse 101)
Rösslers Mosaic im Lehrschwimmbecken der Astrid-Lindgren-Schule (Ortsteil Klausdorf in der Dorfstrasse 101)
Ausschnitt aus dem Mosaic
Ausschnitt Mosaic
Ausschnitt Mosaic
Ausschnitt Mosaic
Atelier Rössler
Atelier Rössler

 

 

Einblicke in die ehemalige Arbeitsumgebung des Künstlers in Klausdorf: Im Atelier und vorm Haus (Bilder oben und unten)

Atelier Rössler
Vorm Atelier Rössler
Künstler Jochen Schumann

Jochen Schumann – Bildhauer aus Schwentinental

 

Jochen Schumann ist ein renommierter Bildhauer, der in Schwentinental, Ortsteil Klausdorf, lebt und arbeitet. Geboren am 5. Oktober 1949 in Neumünster, Schleswig-Holstein, begann sein künstlerischer Werdegang mit einem Studium der Bildhauerei an der Muthesius-Kunsthochschule in Kiel. Von 1979 bis 1985 wurde er dort unter anderem von den Professoren Manfred Sihle-Wissel und Jan Koblasa geprägt. Seit seinem Examen 1985 ist Schumann freischaffend tätig und Mitglied im Bundesverband Bildender Künstler (BBK).

Seine Werke sind durch eine reduzierte, klare Formsprache gekennzeichnet, die den Betrachter zum Nachdenken anregt. Der ehemalige Direktor der Kieler Stadtgalerie, Wolfgang Zeigerer, beschrieb Schumanns Arbeiten folgendermaßen:

„Der Umgang mit unseren nicht unerschöpflichen Ressourcen aus der Natur erfordert nicht nur das Nachdenken, sondern auch die steten Hinweise, die immer wieder aus dem künstlerischen Tun erwachsen. Die Stille, die aus Jochen Schumanns Plastiken geradezu schwebt, sollte uns nachdenklich stimmen.“

Künstlerischer Werdegang

 

Nach ersten Ausstellungen bereits während seines Studiums nahm Schumann in den 1980er Jahren an bedeutenden Gruppenausstellungen und Bildhauersymposien teil. So war er unter anderem Teil der skandinavischen Gemeinschaftsausstellung Utgard im Kunstverein Trondheim (Norwegen) sowie Teilnehmer am Bildhauersymposium Arche Noah auf der Hallig Hooge. Zahlreiche seiner Werke wurden in den Landesschauen Schleswig-Holsteins präsentiert. 1988 erhielt er ein Stipendium des Landes Schleswig-Holstein für das Künstlerhaus Lauenburg/Elbe.

Neben seiner künstlerischen Praxis engagiert sich Schumann in der künstlerischen Bildungsarbeit. Seit 2008 ist er als Lehrkraft am Max-Planck-Gymnasium in Kiel tätig und führte verschiedene künstlerische Projekte mit Schülerinnen und Schülern durch.

Wichtige Werke

 

Torhaus (2002, Schwentinental)

 

Die Skulptur Torhaus besteht aus grünlich-grauem Dolomit und Edelstahl. Zwei asymmetrische, dreiteilige Steinelemente stehen einander gegenüber und lassen zwischen sich einen schmalen Spalt, durch den ein Edelstahlkeil nach oben ragt. Die klare, reduzierte Formsprache thematisiert den Kontrast zwischen den Materialien und Formen – das Ruhende und das Dynamische, das Mattierte und das Glänzende. Das Tor lädt symbolisch zum Durchschreiten und Entdecken des Neuen ein, während die aufstrebende Keilform Optimismus und Wachstum suggeriert.

Zu finden ist diese Skulptur von Jochen Schumann bei der Firma Rahn, Preetzer Chaussee 23, 24222 Schwentinental

Torhaus (2002, Schwentinental)
Torhaus (2002, Schwentinental)

Himmelsleiter (2019, Stephanuskirche Kiel)

 

Das Werk Himmelsleiter entstand anlässlich der Nacht der Kirchen 2019 und war eines der ersten Werke, die Schumann in seiner neuen Werkstatt in Schwentinental realisierte. Die Skulptur thematisiert den Aufstieg, die spirituelle Suche und die Verbindung zwischen Himmel und Erde. Durch ihre vertikale Dynamik wirkt sie wie eine Einladung zur Reflexion über den eigenen Weg und die ständige Entwicklung des Menschen.

 

und Schumann-Arbeit 'Krone'

Himmelsleiter
Schuman-Arbeit 'Krone'

Fritz During - Zusammenfassung des Lebens und Werks 

 

Fritz During (1910–1993) war ein deutscher Bildhauer, dessen Werk sich vor allem durch figürliche Plastiken und Baukeramiken auszeichnet. Nach einer Tischlerlehre in Cottbus kam er 1930 nach Berlin, wo er zunächst Malerei- und Grafikseminare besuchte, sich aber schließlich für die Bildhauerei entschied. Er studierte bei Ludwig Gies an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst. Während des Zweiten Weltkriegs gingen viele seiner frühen Werke verloren.

Nach seinem Studium arbeitete During in Kiel für die Firma Edmund Jensen Kiel und fertigte Baukeramiken wie Hauszeichen, Wappen und Türumrahmungen an. Nach dem Krieg ließ er sich in Schwentinental nieder und arbeitete als freischaffender Künstler. Besonders in den 1950er und 1960er Jahren schuf er zahlreiche Kunstwerke im öffentlichen Raum, vor allem im Bereich der „Kunst am Bau“. Seine großplastischen Arbeiten für Schulen und öffentliche Gebäude zeigen oft realistisch-figürliche Motive von Kindern, die in alltägliche Tätigkeiten vertieft sind. Diese Werke sind von einer schlichten, kindgerechten Gestaltung geprägt.

Ab den 1970er Jahren erhielt er weniger öffentliche Aufträge und konzentrierte sich verstärkt auf Kleinplastiken, die oft humorvolle, ironische Darstellungen menschlichen Verhaltens zeigen. Später widmete er sich zunehmend besinnlichen, religiös geprägten Figuren. Seine Reliefkunst entwickelte sich aus den expressionistischen Arbeiten seiner Studienjahre hin zu einem flachen, strengen Stil. Sein Nachlass wird von der Fritz-During-Stiftung in Plön verwahrt.

Ausstellungs-roll-up im Kreishaus Plön

Künstlerische Einordnung

 

Fritz During war ein Vertreter der realistisch-figürlichen Plastik, dessen Werke sich durch klare Formen, Vereinfachung und expressive Ausdruckskraft auszeichnen. Besonders in der „Kunst am Bau“ der Nachkriegszeit war er eine prägende Figur in Schleswig-Holstein. Seine Arbeiten weisen Ähnlichkeiten zur Bildhauerei von Künstlern wie Ludwig Gies auf, bei dem er studierte. Während seine frühen Werke expressionistische Elemente aufweisen, sind seine späteren Arbeiten stärker stilisiert und auf das Wesentliche reduziert.

In der Kleinplastik entwickelte er eine eigenständige Ausdrucksform, indem er menschliches Verhalten mit Humor und Ironie darstellte. Seine späten Werke nehmen mystische und religiöse Züge an und zeigen Rückbezüge auf seine früheren Reliefarbeiten.

Durch seine vielseitige Arbeit in Baukeramik, Kunst am Bau, Kleinplastik und Reliefkunst bleibt During ein bedeutender Künstler der Nachkriegszeit, dessen Werke sich harmonisch in den öffentlichen Raum einfügen und einen zeittypischen Charakter aufweisen.

Bei uns in Schwentinental lassen sich folgende Werke des Künstlers bestaunen:

Christus
Gedenktafel

Hier noch im Haus der Kirche in Raisdorf; seit 9.11.2025 hat der Christus wieder seinen Platz in der St. Martins Kirche.

Denkmal auf dem Friedhof der St. Martins Kirche, Raisdorf

Denkmal auf dem Raisdorfer Friedhof
Raisdorfer St. Martins-Kirche
Relief an der St.Martins Kirche Raisdorf

Relief an der St.Martins Kirche, Raisdorf

Aussenfassaderelief 'St.Georg' am Nebengebäude Philippus-Kirche, Klausdorf

Aussenfassaderelief 'St.Georg' am Nebengebäude Philippus-Kirche, Klausdorf

Hanswaldemar Milan Drews

Hanswaldemar „Milan“ Drews – 

Bildhauer und Lebenskünstler

 

Hanswaldemar Milan Drews war ein vielseitiger Künstler: Maler, Bildhauer, Raumgestalter, Tänzer, Schauspieler, Kunstkritiker und Lebenskünstler. 29 Jahre lang lehrte er als Bildhauer an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig, gestaltete Kirchen aus und schuf zahlreiche Kunstwerke für den öffentlichen Raum. Am 11. Oktober verstarb Milan Drews im Alter von 86 Jahren in seinem Haus am Rosenfelder See in Schwentinental.

Seine künstlerische Ausbildung erhielt Drews von 1957 bis 1965 in Kiel, Hamburg, Berlin und London. Als Meisterschüler der Hochschule der Künste Berlin war er zeitweise (1965–1966) Assistent des bedeutenden Bildhauers Henry Moore. Fast drei Jahrzehnte unterrichtete er an der HBK Braunschweig in den Bereichen "Freies Gestalten" und "Industrial Design". Gastprofessuren führten ihn nach New York und Bandung (Indonesien). Zahlreiche seiner Werke sind heute in privaten und öffentlichen Sammlungen im In- und Ausland vertreten. Drews stellte unter anderem in Deutschland, den USA, Italien, Indonesien, Russland und Großbritannien aus und hinterließ beeindruckende Arbeiten für den öffentlichen Raum.

Neben seiner bildnerischen Kunst war Drews auch Kunsthistoriker und Germanist. Als Kulturkorrespondent arbeitete er für die "Deutsche Welle" und den "Deutschlandfunk". Diese fundierte Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur prägte auch seine Werke, insbesondere die Skulptur "Lesende" – eine Reaktion auf den Brand der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar im Jahr 2004 und zugleich ein Beitrag zur finanziellen Unterstützung ihres Wiederaufbaus.

Seinen Spitznamen "Milan" erhielt er von seiner Frau Jane, mit der er 46 Jahre lang sein Leben teilte. Mit der Zeit wurde dieser Name für Freunde und Bekannte zu seinem eigentlichen Vornamen. Der Milan als Vogel, als Sinnbild für Weitblick und künstlerische Freiheit, passte hervorragend zu Drews' Wesen. Geboren 1934 in Königsberg, begann er in den 1950er Jahren als Tänzer und Schauspieler am Kieler Stadttheater und in Berlin, bevor er sich ganz der Kunst widmete. Nach seinem Studium an der Muthesius-Schule in Kiel, in Hamburg und Berlin wurde er Meisterschüler von Ludwig G. Schrieber. Durch eine Empfehlung des Architekten Hans Scharoun wurde er schließlich Assistent von Henry Moore in England.

1967 kehrte er nach Deutschland zurück und erhielt seinen ersten öffentlichen Auftrag: die Bronzeskulptur "Alraune" vor dem Pharmakologischen Institut der Universität Kiel. Im selben Jahr gestaltete er das 14 Tonnen schwere Wandrelief "Leben Christi" für die Kirche in Altenholz, ein monumentales Werk mit eindrucksvoller Lichtwirkung. Weitere bedeutende Arbeiten entstanden unter anderem in der Kronsburger Kreuzkirche, wo er Fenster, Farbgestaltung und sakrale Objekte schuf. In der Industrie- und Handelskammer erhebt sich sein monumentaler "Merkur" in die Höhe, und Werke von ihm finden sich in Sammlungen wie der Provinzial-Versicherung oder der Sparkassenstiftung.

In einem Katalog seines bildhauerischen Werkes aus dem Jahr 1987 schrieb Drews selbst:

 

„Die Bildhauerei ist mein Fahrzeug - um zu erfahren.
Am Ziel einer Arbeit stehen die Räder still.
Die Ankunft ist das Ende.
Ist aber auch der Anfang eines neuen Weges –
Vielleicht auch für einen Anderen –
Für den Betrachter.
Der Weg hat das Gewicht.“

Der Kunstwissenschaftler Siegfried K. Lang beschrieb Drews' Skulpturen als Werke, die in einer "ästhetisch aufgelösten Spannung" zwischen Material und Mensch, Tektonik und Organik, Gehäuse und Gebärde stehen. Drews suchte nach den grundlegenden Formen des Menschlichen, oft mit einer Verbindung aus archaischen und modernen Einflüssen.

Nach seiner Pensionierung zog Milan Drews nach Schwentinental, wo er das Atelier und Wohnhaus des verstorbenen Bildhauers Fritz During übernahm und weiterentwickelte. Hier fand er neue künstlerische Wege und blieb bis zuletzt ein unermüdlicher Schaffer, dessen Werke weit über seine Lebenszeit hinaus nachwirken werden.

 

Beispielhaft drei Skulpturen von Hanswaldemar Milan Drews:

Soldat Rot
Soldat Gold
springendes Pferd

 

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