18b Lütt Matten
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Lütt Matten
Vor der „Grundschule am Schwentinepark“ befindet sich die Bronzeskulptur „Lütt Matten“. Diese wurde am letzten Tag vor den Weihnachtsferien 1971 vom damaligen Bürgermeister Ohl und Bürgervorsteher Harten übergeben.
Nach Fertigstellung des Schulgebäudes hatte die Gemeinde damals drei Kunstschaffende um die Anfertigung von Entwürfen zum „Kunst am Bau“ gebeten. Diese wurden dann auch den Schulkindern vorgelegt. 473 von 500 Kindern entschieden sich für das Werk von Frau Hensel-Krüger, deren Motiv dem Gedicht von Klaus Groth „Lütt Matten de Has“ nachempfunden ist.
Früher mag es im Bereich der heutigen Straße „Zum See“ so ruhig und friedlich zugegangen sein, daß sich Fuchs und Hase „Gute Nacht“ gesagt haben. Heute liegt das Schul- und Sportzentrum mitten im Ortsteil Raisdorf. Die Bronzefiguren erinnern noch an die damalige Zeit.
Jahrzehnte später berichtete der ehemalige Bürgermeister Ohl, dass es nach der Entscheidung der Gemeindevertretung für dieses Kunstwerk, Ärger mit dem Raisdorfer Bildhauer Fritz During gab. Dieser beschwerte sich beim Kultusministerium darüber, dass er als ortsansässiger Künstler nicht berücksichtigt wurde. Nachdem das Ministerium keine Bedenken zur Auswahl feststellte, machte Fritz During seinen Ärger im Rathaus lautstark Luft und mied seit dem den Kontakt zur Gemeinde. Helmut Ohl hat diesen Vorgang auch in seiner Raisdorfer Chronik von 2023 beschrieben.
Das Gedicht von Klaus Groth:
1)Lütt Matten de Has‘,
De mak sik en Spaß,
He weer bi’t Studeern,
Dat Danzen to lehrn,
Un danz ganz alleen
Op de achtersten Been.
2)Keem Reinke de Voß
Und ach: da’s en Kost!
Un seggt: Lüttje Matten,
So flink op’e Padden?
Un danzst hier alleen
Op’e achtersten Been ?
3)Kumm, lat uns tosam !
Ik kann as de Dam!
De Krei, de spelt Fitel,
Denn geit dat candidel,
Denn geit dat mal schön,
Op de achtersten Been.
4)Lütt Matten gev Pot.
De Voß beet em dot
Un sett sik in Schatten,
Verspis‘ de lütt Matten:
De Krei, de kreeg een
Vun de achtersten Been
SHHB Schwentinental
Die Schulen in Raisdorf
Am 11. September 1963 erfolgte die Grundsteinlegung für die neue 22-klassige Volksschule an der Straße „Zum See“. Deren Bau hat 5 Jahre gedauert, inzwischen wurde der Name geändert in „Grund- und Hauptschule Raisdorf“. Heute gibt es 2 Schulen im sog. Schul- Sport- und Kulturzentrum: Die „Grundschule am Schwentinepark“ und die Gemeinschaftsschule „Albert-Schweitzer-Schule“. Insgesamt umfasst der Schulkomplex 11 Gebäude.
Die erste Schule ist in Raisdorf im Jahr 1746 eingerichtet worden. Das Gebäude stand am Dorfplatz etwa dort, wo sich heute die Seniorentagesstätte befindet. Es umfasste einen 64 qm Klassenraum, eine kleine Lehrerwohnung und einen Kuhstall. Das Haus ist zweimal erweitert worden, und 1873 baute man dort sogar eine neue 2 klassige Schule mit Lehrerwohnung, die dann bis 1950 genutzt wurde.
Weil der Zustrom von Flüchtlingskindern sehr stark war, wurde am 1. Februar 1947 im Lager Rosensee (heute am Jahnplatz) zusätzlich eine einklassige Dorfschule in einer Baracke eröffnet. Ein Lehrer unterrichtete 14 Mädchen und 31 Jungen (6 – 15 Jahre alt).
Im Februar 1949 erfolgte der 1. Spatenstich zu einer neuen 6-klassigen Schule. Gebaut wurde auf einem von der englischen Besatzungsmacht enteignetem Gelände. Das 1950 fertiggestellte Gebäude wurde 1957 erweitert. Es dient nach einem weiteren Umbau ab 1965 als Rathaus.
weitere Texte über die Schule in Raisdorf sind zu finden in
a) „Geschichte der Schule in Raisdorf 1746-1996“ von H. Kardel
b) „Spurensuche XXII– Blaubasalt und Bänderkandis“ Seiten 15 - 28
c) „RAISDORF 750 JAHRE 1224 – 1974 Seiten 27 – 29
d) „Raisdorf in alten Ansichten“ Seiten 14 – 16
e) „Raisdorf in alten Ansichten Band 2“ Seiten 16, 17 u. 71
f) „Die Linden haben es gesehen“ von Helmut Ohl „Am Anfang“
g) „Im Namen der heiligen und unteilbaren Dreifaltigkeit –
eine Raisdorfer Chronik von Helmut Ohl“ „Ein Thema blieb auch
in Preuß.-Raisdorf: Die Schule!
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