Vortrag zum Bombenkrieg über dem Schwentinetal
Am Donnerstag, 27. November, tauchte KuKuK-Vorstandsmitglied Wilbert Voß um 19 Uhr im Bürgerhaus tief ein in die Kriegsgeschichte. Er beschäftigte sich mit einem Thema, das nur noch die ältesten Klausdorfer*innen als Kinder erlebt haben: dem Luftkrieg der Alliierten über dem Schwentinetal. Ungezählte Bomben gingen über Klausdorf und Umgebung nieder, obwohl es hier keinerei nennenswerte Rüstungs- oder Munitionsherstellung gab.
Insgesamt zählte Klausdorf zu den am stärksten bombardierten Gemeinden im Kreis Plön, Wohnhäuser und Katen wurden ebenso getroffen wie Bauernhöfe und Scheunen. So wurde, wie Voß weiß, das Gehöft Oberstkoppel von Ernst Schnack mehrfach zerstört (und wieder aufgebaut), ebenso der Hof Wiesenthal. Die Gründe, warum Klausdorf immer wieder ins Fadenkreuz der Bomber geriet, werden im Vortrag ebenso genannt wie die Auswirkungen, die der Bombenkrieg vor über acht Jahrzehnten in der heutigen Gegenwart zeigt: das Aufspüren und das Bergen von Blindgängern. Vergleichsweise häufig ist Klaudorf von Bombenentschärfungen und zeitweiligen Gebietsräumungen betroffen – zuletzt war monatelang der DRK-Kindergarten an der Schulstraße gesperrt. Der Titel des Vortrags hiß denn auch: „Wo kamen die Bomben und Blindgänger her?“
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Fr, 07. Februar 2025
